Nachruf auf Theo Wieland Veröffentlicht: 16. Dezember 2020

Leidenschaftlich und Verantwortungsbewusst war der Einsatz von unserem Kollegen und Hochschulprofessor Theo Wieland zur Verbesserung der Baukultur. Wir, die Mitglieder des Wessobrunner Kreises, haben mit Bestürzung vom Tod unseres Mitglieds erfahren müssen.

Ohne Theo Wieland gäbe es vermutlich keinen Wessobrunner Kreis. Auf seine Anregung, gemeinsam mit dem ehemaligen Kreisbaumeister Udo Abels und dem Schongauer Architekten Hans Heldwein gründeten sie den Verein im Jahre 1998. Als Reaktion auf die allgemeine Verrohung und die Maßstabsprengenden Zustände im Baugeschehen.

Sehr schnell konnten sie ca. 150 Architekten und Bauhandwerker zwischen Lech und Isar für ihre Initiative gewinnen. Theo Wieland stand dem Verein 2 Jahre als Vorsitzender zur Verfügung. Er versuchte Architekten, Handwerker und Behörden mit Erfolg für ein miteinander zu gewinnen. Theo Wieland wirkte als Professor an der Fachhochschule München für das Fachgebiet Denkmalpflege. Er bleibt uns als freischaffender Architekt in nachhaltiger Erinnerung, insbesondere mit der dominanten Pyramide der katholischen Pfarrkirche in Breitbrunn am Ammersee und mit dem Schwesternwohnheim als zeitgenössische Ergänzung im historischen Klosterareal von Wessobrunn. In seiner Heimatstadt Weilheim zeugen das Wohn- und Geschäftshaus (Ärztehaus, IHK, Fitnesscenter) in der Admiral-Hipper-Straße 3 und der Pütrich Straße 30/32 von seinen architektonischen Fähigkeiten. 

Unvergesslich bleiben seine leidenschaftlichen, humorvollen Vorträge u.A. über die Wieskirche und Dominikus Zimmermann. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir verlieren einen hochgeschätzten Kollegen, sein Werk wird uns lange über seinen Tod in Erinnerung bleiben. 

 

 Für den Wessobrunner Kreis, Eckhart Lüps.

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